Herzlich willkommen.

In den letzten Jahren kam es zu einer rasanten Entwicklung des Kletterns zur Trendsportart. Es wird von 500.000 Kletterern in Deutschland ausgegangen. Diese Entwicklung begleitete ein Anstieg der Schwierigkeitsgrade der Kletterrouten. Ebenso steigerte sich das Training und die Trainingsintensität. Durch die stark anwachsende Zahl der Kletterhallen seit Anfang der 90 er Jahre kann heute das Hallenklettern als eigene Spielform des Klettersportes wie das Bouldern, das Eisklettern oder das Big-Wall-Klettern aufgefasst werden. In den DAV Sektionen nehmen die Mitgliederzahlen beim Einrichten einer Kletterhalle rasant zu. Aufgrund der verkauften Eintrittskarten in den kommerziellen Kletterhallen geht man von etwa 300.000 Hallenbesuchern in Deutschland pro Jahr aus.

 

Fragebogen
Klettertraining und Verletzungen
Bisher haben kleinere Untersuchungen die Verletzungshäufigkeiten bei Hallenkletterern und Sportkletterern, meist Leistungskletterern, beschrieben. Untersuchungen zu den Trainingsgewohnheiten und den dabei auftretenden Verletzungen und Überlastungsschäden sind für Freizeitsportlern nicht aktuell. Eine soziodemographische Beschreibung der Gruppe aller Kletterer fehlt bei dieser jungen Sportart fehlt bisher völlig. Diese wissenschaftliche Studie soll eine Beschreibung der Kletterkollektive Hallerkletterer und Sportkletterer ermöglichen. Hauptschwerpunkt liegt auf den Trainingsgewohnheiten und –umfängen, sowie den beim Training entstandenen Verletzungen und Überlastungsschäden. Während Hallenkletterer wetterunabhängig und immer in sehr gut abgesichert Routen klettern, müssen sich Sportkletterer in der Natur auch psychischen Strapazen stellen. Zur Klärung dieser Fragen soll eine retrospektive Querschnittsstudie dienen. Mittels eines Fragebogens sollen in einem webbasierten Datenbanksystem die Daten zusammengeführt werden. Der Fragebogen erfasst Angaben zur Person, dem Sozialstatus, der Kletterleistung und ihrer Entwicklung, der Kletterart, der Klettererfahrung, den Trainingsgewohnheiten mit Intensität und Häufigkeit, den Vorerkrankungen und evtl. medikamentöser Therapie und den Verletzungen und Überlastungsschäden, welche durch das Training entstanden sind. Beim letzten Teil sind die häufigsten vorbeschriebenen Verletzungen und überlastungsschäden vorgegeben, so das nur noch angekreuzt werden muss. Es wird erfasst, ob die Krankheit im letzten Jahr oder in den letzten 3 Jahren aufgetreten ist und wie lange die Kletterpause war.
Ergänzend erfolgt die Abfrage von Verletzungen und Überlastungschäden, welche beim Sportklettern in der Natur oder beim Bouldern aufgetreten sich.
Fragebogen
Klettern und Schwangerschaft
Zu der Thematik Klettern in der Schwangerschaft gibt es zur Zeit keine ausreichenden Untersuchungen, um Empfehlungen aussprechen zu können. Es fehlt an Grundlagenforschung zum Thema Sport in der Schwangerschaft. Empfehlungen beruhen auf den bekannten schwangerschaftsbedingten physiologischen Änderungen im Körper, bekannten Auswirkungen von Sport und theoretischen Annahmen von Auswirkungen möglicher innerer und äußerer Einwirkungen.
Dieser Fragebogen soll die Erfahrungen und das Verhalten von schwangeren Klettererinnen sammeln, um in Zukunft eine bessere sportmedizinische Beratung zu ermöglichen.

 

Vielen Dank für Ihre Teilnahme. Der primären Datenerhebung im Jahr 2009 soll eine prospektive Datenerhebung vorerst bis Ende 2013 erfolgen.
Unter den Teilnehmern wird im Frühjahr 2010 eine Verlosung stattfinden.